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Schreckliche Momente
Die Information drang an mein Ohr. Trotz leichter Schwerhoerigkeit war es unvermeidlich, dass sie auch bis in mein Hirn eindrang. Sie drang nicht; sie frass sich wie ein boesartiges Insekt durch die Nervenstraenge und paralysierte fuer einen Moment alles. Hirn und Koerper. Down-Syndrom??!!!!!! Kurioserweise war mein erster Gedanke: "Wie sagst du es den anderen?!" Der Kinderarzt, der Maximilian empfing (und auch unseren Niklas betreut, den er ganz besonders gut leiden kann - ein Symptom dafuer ist, dass die cabronsita, wenn sie ihn anruft, nicht etwa sagt "Soy la cabronsita" sondern "Soy la mamá de Niklas") war den Traenen nahe, aber er nahm es auf sich, mich auf dem fuerchterlichen Gang zur Familie zu begleiten. Dann kamen Momente, ueber die ich nicht reden kann oder will. Einer der schwersten Schritte war, es der cabronsita mitzuteilen. Da sie nach der OP in einem debilen Zustand befand, ueberlegten die Aerzte sogar, ihr im Falle eines Falles ein anderes Kind zu zeigen!!!. Nix da!!! Sobald wir beide allein waren, nahm ich "die Eier in die Hand" (und zerquetschte sie dabei fast) und sprach es aus. Sie hatte sowieso gespuert, dass etwas nicht so war, wie es sein sollte. Tapfer ist das Wort, welches mir einfaellt, wenn ich daran denke, wie sie es aufnahm. Irgendwann, Minuten oder Stunden spaeter, musste ich es auch meinen Eltern sagen, die sicherlich haenderingend zu Hause in Deutschland auf meinen Anruf warteten. Es kam der Punkt, an dem ich mich dazu ueberwinden konnte. Die Reaktion war einfach grossartig!!! Es gab nur kurz ein gestoehntes "Oh nein!" von meiner Mutter und dann begann sie sofort mit der Animation. Es folgten wirre Stunden, eine verschwommene Nacht im Hospital und der Weg nach Hause. Dort dann weiter geistiges Wirrwarr, bis ich endlich daraus auftauchte und einige Zeit spaeter den Gruendungsbeitrag dieser Kategorie verfassen konnte. |
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