Fuer Mia, Claudia und Gerd



Mia wurde 9 Monate, 1 Woche und 5 Tage alt.

Wer Claudia und Gerd beistehen moechte, kann das auf dieser Seite tun.

Dank an Irina fuer die Mitteilung.
28.4.08 16:33


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Das Ende

Eine Droge, die nicht sehr verlockend aussieht und lange braucht, bis man sie ausgepackt hat, Patrick (mein Dank aber fuer das fette Kompliment!!!).
Limit ja, Andreas, aber mein (Gedulds-)Limit. Welches hier bei myblog nicht bald erreicht wird, sondern nun endgueltig ueberschritten wurde.
Ich will Euch nicht unnoetig auf die Spanne foltern:

Ich ziehe um.
Endlich.
Diese relativ ruhigen und therapiefreien Tage habe ich genutzt, um (hoffentlich) einmal eine Blogentwicklung vernuenftig anzupacken. Gehostet wird jetzt bei blogger.com. Vergleichsweise ein Traum. Und ich habe mich diesmal wirklich erst einmal um das Grundlegende gekuemmert, was bei blogger tatsaechlich moeglich ist. Auch auf die Ausgabe im Firefox-Browser habe ich geachtet.

Das Grundgeruest steht jetzt, der erste Eintrag ist veroeffentlicht. Nun ueberlasse ich es Euch als kleines Wochenendvergnuegen - es ist wirklich nicht schwer - das neue Blog zu finden. (Kleiner Tipp: Iiiiiirgendwo auf dieser Seite befindet sich schon eine Verknuepfung, und zwar gar nicht sooooo versteckt .... mit KO[e]PFERchen muss man vorgehen.)

Wer es findet, darf es natuerlich gern schon verlinken. Ich werde jetzt versuchen - das dreispaltige Template erlaubt es mir in Hinsicht auf den Platz - , striktes backlinking einzuhalten. D.h. wer auf die neue Seite verlinkt, wird von dort auch zurueckverlinkt. Dazu waere es natuerlich hilfreich, mit eine kurze Information zukommen zu lassen.

Zuerst habe ich mit dem Gedanken gespielt, ein redirect zu benutzen, um meinen Google Rank mitzunehmen. Ich habe es auch ausprobiert und siehe da, es funktionierte,
ABER
a) kann ich dies nur clientseitig (und nicht serverseitig) machen, was eine ziemlich amateurhafte Umleitung zur Folge und noch andere Nachteile hat und
b) koennte man dann dieses alte Blog nicht mehr lesen, was auch keine optimale Loesung waere. (Die Kommentarfunktion habe ich allerdings wieder freigeschaltet, Spamverschmutzung ist mir jetzt egal.)

Bleibt fuer den Moment die Frage:
Wer findet das neue Blog zuerst?!! (und schreibt den ersten Kommentar) ;-)

(Ich denke, hier werden nur noch Inhalte gepostet werden, die mit dem Umzug zu tun haben. Alles andere passiert ab sofort "drueben".)
26.4.08 00:30


Das Ende naht

und es ist wirklich nicht mehr weit.
Das Ende dieses Blogs.
25.4.08 14:03


Lacher des Tages

Eine kleine Gruppe Leute sitzt zusammen.
Man sieht sich Fotos an.
Unter den Leuten eine junge, suesse, japanische Frau.
Als sie das Foto eines kleinen Jungen betrachtet, nickt sie bestaetigend mit ihrem Koepfchen und piepst mit ihrem Stimmchen: "Ahhh, ¡muy chingón, muy chingón!"
_______________

Wie kann ich nun jemandem, der das mexikanische Spanisch nicht kennt, klarmachen, was daran so lustig ist?
"Chingón" ist eine positive Aussage, ohne Frage. Also hat die kleine Japanerin im Prinzip schon das richtige gesagt.
Allerdings ist "chingón" ein Slangausdruck, wie so viele andere basierend auf dem Verb "chingar". Ein herber, kraeftiger Machospruch.
Und der aus dem Mund der niedlichen, jungfraeulich wirkenden Japanerin, der man keinerlei "verdorbenes" Vokabular zutraut.
Das waere etwa so, als wenn sie auf Deutsch gepiepst haette: "Ahhh, verfickt geiles Foto." Mit ihrem Koepfchen nickend und ihrem Muendchen laechelnd und ihrem hohen Stimmchen.
(Diese Uebersetzung ist natuerlich nicht wirklich treffend, aber mir fiel auf die Schnelle keine andere ein, um die Kontrastwirkung darzustellen. Hoffentlich ist es mir halbwegs gelungen.)
24.4.08 13:59


Etwas passiert mit unserer Stadt

Trotz des nervtoetenden Grusses muss man zugeben, dass diese Zeit auch ein paar Vorteile mit sich bringt.
Es ist .... so ruhig! Zumindest morgens und vormittags. Die Leute sind viel entspannter. Erstes Symptom fuer diese Verwandlung ist der Verkehr auf den vergleichsweise einsamen Strassen (es sind gleichzeitig zur fèria auch Schulferien). Selbst die Taxifahrer - viele von ihnen normalerweise in ein ganz besonders verkehrsaggressive Schublade einzuordnen - versuchen sich zu benehmen. Und auch das Wetter spielt mit. Eine herrliche Frische herrscht morgens zwischen 6 und 8. Es macht richtig Freude, da unterwegs zu sein.

Am Nachmittag dann, wenn es ordentlich heiss ist (der Regen hat sich als nicht konstant erwiesen), beginnt dann der Trubel. Eigentlich auch ganz ruhig. Gesammelte Vorfreude steht in die Gesichter der fein gekleideten Leute (bei den Damen waere oftmals eher das Wort megasexy angebracht) geschrieben. Ein Taxi ist kaum zu bekommen, aber irgendwie schmuecken all diese Leute unsere Strassen. Und diese Stimmung greift auch auf diejenigen ueber, die aus irgendwelchen Gruenden nicht zur fèria gehen koennen oder wollen.

Aus dieser Warte betrachtet ist es eine feine Zeit.
Die Haelfte der Bevoelkerung ist an den Strand gefluechtet.
Die tumultierenden fèria-Touristen von ausserhalb trifft man nur in unmittelbarer Umgebung des riesigen fèria-Gelaendes, welches man moeglichst meidet, wenn man nicht wirklich zum Feiern gehen will, denn dort HERRSCHT Verkehr.
Und die Stimmung in der Stadt ist grossartig.

Auch dies.
Jedes Jahr im April.
In Aguascalientes.
23.4.08 15:08


Der nervtoetende Gruss

Mittlerweile duerfte jeder wissen, dass hier in Aguascalientes die groesste fiesta Mexikos stattfindet. Nicht nur das, sondern ausserdem hat die diesjaehrige Ausgabe am vergangenen Wochenende begonnen.

Seit Februar, und je naeher das Ereignis rueckte, desto haeufiger ist die Standardbegruessung in unserer Stadt anstatt des ueblichen "¡Hola! ¿Còmo estas?" oder aehnlichem zu einem simplen "¿Ya estas listo?" (Bist du bereit, fertig?) mutiert, ohne dass man sich darauf bezieht, wofuer der Befragte bereit sei.
Das ist auch nicht notwendig, denn jeder hidrocalido weiss, worum es geht.

Jetzt, wo die Fèria de San Marcos begonnen hat, lautet die Frage ein wenig anders - dem Zweck angepasst: "¿Ya fuiste?" (Warst du schon (dort)?)

Da meine Antwort "Nein" lautet und die Reaktionen zwischen leichtem Erstaunen bis hin zu purem Entsetzen variieren, entwickelt sich die Sache zu einer ziemlich laestigen, da man natuerlich Erklaerungen fuer mein ungebuehrdendes und respektloses Verhalten erwartet.
Andererseits - waere meine Antwort "Ja", waere der verbale Spiessrutenlauf womoeglich noch schmerzhafter, da man in diesem Fall nicht ohne ausfuehrliche Analyse der Aktivitaeten (wo gegeseen?, wen getroffen?, im Casino gespielt?, in welcher Disco gelandet? was und wieviel und wo getrunken?, diese oder jene Frau gesehen? ...und, und und) davonkommt.

Da beginnt man erst, das schlichte ¡Hola! als klare Ausdrucksform zu schaetzen.
Jedes Jahr im April.
In Aguascalientes.
23.4.08 14:49


Willkommen Lola und Amelie

Es ist schoen, dass ich wieder jemanden vorstellen darf, dessen kleines Kind mit dem Extrachromosom ausgeruestet ist und der den Weg in die Blogwelt gefunden hat.
Ganz besonders spannend hierbei ist fuer mich natuerlich die sprachliche Kombination Deutsch - Spanisch bei den Eltern.

"Lolas verrueckte Welt" oder eben auch "El mundo loco de Lola" ist der Titel des Blogs. Viel Spass beim Lesen!

Hier geht´s zum Blog: Lolas verrueckte Welt, el mundo loco de Lola, Down Syndrom, Blog, deutsch, spanisch
22.4.08 23:20


¿tomas o tomas?

Im mexikanischen Spanisch wird das Wort "tomar" viel haeufiger als "beber" benutzt, wenn man sich auf "trinken" bezieht.
Und "trinken" sagt man wohl weltweit auch dann, wenn man den Genuss alkoholischer Getraenke ausdruecken will.
Von daher erklaert sich folgendes Motto einer Doppelkampagne, das ich gerade auf einem Plakat gesehen habe, auch ganz einfach:

¡Si tomas, toma taxi!

(Wenn du [Alkohol] trinkst, nimm [ein] Taxi!)
22.4.08 16:30


Wenn der Hunger kommt: Tacos und Tortas - Essenszeiten in Mexiko

Dieser Titel ist etwas irrefuehrend, denn es geht nicht darum, WANN die Mexikaner generell essen. Das ist den meisten Leuten sowieso bekannt: spaet, spaeter, am spaetesten.

Thema ist eher, WAS wann gegessen wird, denn gerade habe ich wieder erlebt, dass dies immer noch ein kleines Problem fuer mich darstellt.
Es kommt eigentlich relativ selten vor, dass wir unser Futter nicht selbst zubereiten. Aber manchmal ueberkommt einen eben doch wohl mehr der Appetit als der Hunger auf etwas, das jemand anders zubereitet hat.
Und wenn dies abends passiert, dann findet man Tacos und Tortas, und .... Tacos und Tortas ..... und noch mehr Tacos und Tortas.

Nichts gegen Tacos und Tortas.
Aber - worauf ich hinauswill - die Auswahl an Speisen ist in Mexiko abends ziemlich limitiert. Die Rede ist von den kleinen Buden oder Strassenstaenden, wenn es schnell gehen und billig sein soll.
Natuerlich gibt es Restaurants, Fast-Food-Ketten und so weiter. Man findet auch Hamburger, Hot Dogs und aehnliches.
Aber - zumindest hier in Aguascalientes - schliessen all die vielen Butzen, die tagsueber zum Beispiel carnitas oder Haehnchen oder andere feine Sachen verkaufen, nachmittags gegen 4 oder 5 Uhr.
Auch leckere Dinge wie etwa diese hier sucht man abends vergeblich. Ausser man geht in ein Restaurant.

Das ist doof.
Ich will jetzt keine Tacos und auch keine Torta.
22.4.08 02:19


Hollywood oeffnet Tueren fuer behinderte Schauspieler

Und da laeuft mir doch glatt sofort noch eine Art Nachtrag zum DSIAM-Post ueber den Weg.
Ich kenne Susan Brink - die Verfasserin des Artikels in der Los Angeles Times - nicht, weder persoenlich noch dem Namen nach,
aber ihre Recherche scheint Hand und Fuss zu haben.

los angeles times, behindert, schauspieler

Ob ihre Schlussfolgerungen moeglicherweise etwas voreilig waren, mag ich nicht beurteilen. Ein oder zwei Augen werden wir schon darauf haben - und so werden wir in nicht allzu ferner Zukunft bestaetigen oder eben nicht bestaetigen koennen, was Susan vorhersagt.
21.4.08 08:42


DSIAM - Down Syndrom(e) in Arts and Media

Ich gestehe - ich habe ein kleines Problem mit der Sache.
Das liegt darin begruendet, dass ich oftmals mehr verlange, als die Realitaet hergibt.
Da ist dieses Wort "Integration".
Sobald aber in einem wohlmeinenden Artikel das "Down Syndrom" oder die "Behinderung" generell erwaehnt werden muessen, sehe ich allein darin schon den primaeren Schritt zur Fortsetzung der "Exklusion", obwohl das Ziel die "Integration" ist.

down syndrom So auch in diesem Fall.
Nichtsdestotrotz moechte ich aber allen Interessierten einen ab-und-zu-Blick auf die Seite der DSIAM empfehlen.
Nicht jeder hat das Potential, ein "star" zu sein.
Das gilt auch fuer Extrachromosomtraeger.

Worum es in diesem Beitrag eigentlich gehen soll, ist, DASS es Extrachromosomtraeger gibt, die einen gewissen Star-Status erreicht haben. Und zwar nicht aus Herz-Schmerz-Mitleid-Gewusel entstanden, sondern aufgrund schauspielerischer Leistungen.
Natuerlich immer mit der entsprechenden Profilanforderung.

down syndromUnd in dem Moment, in dem "Behinderung" eine vergleichbare Profilanforderung wird wie etwa "blond", "vollbusig", "gebeugter Ruecken", ... in dem Moment fangen wir an, voranzukommen.
21.4.08 08:33


Joanne Harris & Craig Phillips

Craig Phillips gewann im Jahr 2000 die erste Staffel von "BIG BROTHER" in England.

"Hmmm, warum erzaehlt uns der erklaerte Verachter dieser Art von TV-Unterhaltung namens cabronsito das?!" - moegt Ihr denken.
Die Antwort ist einfach.
Craig ueberreichte damals seinen Geldgewinn von £70,000 seiner Jugendfreundin Joanne Harris. Nicht einfach so, sondern um ihr eine Herz- und Lungentransplantation zu ermoeglichen.
Eine Transplantation, die ihr letztendlich in England verweigert wurde.
Woraufhin ihr Craig - mittlerweile gross verdienender TV-Mann - spaeter noch mehr Geld zur Verfuegung stellte, damit sie zur Behebung ihrer gesundheitlichen Probleme in die USA gehen konnte.

Joanne war dabei, als Craig den "Container" verliess.
Joanne war dabei, als Craig das Video fuer den Weihnachtssong "At this time of the year" produzierte.
Joanne war Traegerin des Extrachromosoms.

Joanne Harris & Craig Phillips

Die Verwendung der Vergangenheitsform laesst Euch die traurige Nachricht bereits vermuten.
Vor wenigen Tagen ist Joanne von uns gegangen.
In einem Birminghamer Hospital erlag sie den Folgen einer Infektion.

Wer mag, lese mehr (englisch) in der Daily Mail.
21.4.08 07:55


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